19.08.2010, 17:00 Uhr
Zum Buch: Mohammed, der Protagonist in Tahar Ben Jellouns jüngstem Roman, ist Moslem, Familienvater und Marokkaner – in dieser Reihenfolge. Und ein überaus korrekter Arbeitsmigrant: Vierzig Jahre hat er bei einem französischen Autohersteller am Band gestanden. Jetzt, verrentet, zieht er Bilanz – und muss feststellen: Heimat und Familie haben sich ihm entfremdet. Das Haus, das er in seinem Heimatdorf in Marokko gebaut hat, wird nie bezogen werden.
Tahar Ben Jelloun stellt – aus der Sicht des Migranten – die Frage: Wie viel Integration ist nötig, wie viel ist nützlich, um Leben gelingen zu lassen? Und welche Rolle spielt in diesem Prozess die Religion?
Zur Veranstaltungsreihe: Das Interreligiöse Literaturgespräch geht in die 9. Staffel. In den einzelnen Veranstaltungen wird jeweils ein Autor mit einem Roman vorgestellt, aus dem ausgewählte Textpassagen vor allem zu (inter-)religiösen Fragen gelesen werden. Daran schließt sich ein Gespräch mit Religionsvertretern und eine offene Diskussion an.
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek / Krimibibliothek im 2. Obergeschoss
Kosten: Eintritt: 4 EUR
Riga. Lettische schöne Literatur in Deutsch 10.09.2010, Uhr
"Das Findelei" 14.09.2010, 16:00 Uhr
Albert Camus - zwischen Sisyphos und der Revolte 14.09.2010, 18:30 Uhr
"Bremen literarisch entdecken" 16.09.2010, 16:00 Uhr
Neue Bremen Krimis 16.09.2010, 19:00 Uhr