
Seit 2002 ist die Geschäftsführung der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung in der Stadtbibliothek Bremen angesiedelt. Die Stiftung ist nach dem Ehrenbürger der Stadt, dem Dichter, Übersetzer und Architekten Rudolf Alexander Schröder (1878-1962) benannt. Sie vergibt seit 1962 jährlich den mit 20.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis. Seit 1977 wird der Literaturpreis durch einen Förderpreis ergänzt. Dieser wird seit 2005 in Höhe von 5.000 Euro von der ÖVB - Öffentliche Versicherungen Bremen finanziert. Beide Preise werden alljährlich am 26. Januar, dem Geburtstag Schröders, im Bremer Rathaus verliehen. Mit der Stiftung des Bremer Literaturpreises ist einer der bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik begründet worden, der Bremen im literarischen Kanon Deutschlands eine herausragende Position verschafft hat.
In diesem Jahr erhielt der Österreicher Clemens J. Setz den Hauptpreis für seinen Roman "Die Frequenzen". Der Förderpreis wurde dem Schweizer Roman Graf für sein Buch "Herr Blanc" zugeschrieben.
Seit 1976 ist die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung auch mit der Organisation und Finanzierung der Literarischen Woche Bremen beauftragt, die immer im zeitlichen Kontext der Preisverleihung stattfindet und der Bremer Bevölkerung die Möglichkeit bietet, einen besonderen Aspekt des zeitgenössischen literarischen Lebens beziehungsweise des literarischen Schaffensprozesses kennenzulernen und sich damit auseinandersetzen.
Die Thematik der 33. Literarische Woche Bremen im Januar 2009 lautete "Mauerfälle".
Die deutsche Teilung 1949 vor 60 Jahren und der Fall der Mauer 1989 vor 20 Jahren – diese beiden Ereignisse standen im Zentrum der Literarischen Woche und wurden von ihr im Kontext von Literatur, Bildender Kunst, Film und Politik thematisiert.